Astor Piazolla

 

(* 11. März 1921 in Mar del Plata; † 4. Juli 1992 in Buenos Aires)

Astor Piazzolla gilt als Begründer des Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tango Argentino. Die musikalische Begabung des jungen Astor wurde früh erkannt. Neben Klavier lernte er auch, seinem Vater zuliebe, Bandoneon (der Vater hatte ihm 1929 ein Instrument geschenkt) Piazzolla begeisterte sich für Jazz und die Musik Johann Sebastian Bachs.

Im Laufe seines Lebens komponierte er über 300 Tangos und Musik für fast 50 Filme und spielte rund 40 Schallplatten ein. Dabei arbeitete er mit Literaten zusammen wie Jorge Luis Borges und Horacio Ferrer, mit der Schauspielerin Jeanne Moreau, mit dem Regisseur Fernando Solanas und initiierte und leitete genreüberschreitende Projekte, unter anderem mit dem Kronos Quartet und mit Jazz-Musikern wie Gary Burton oder Gerry Mulligan. Außerdem schrieb er für Pina Bauschs Tanztheater die Musik zum Ballett Bandoneón.

 

Libertango ist eines der berühmtesten Stücke von Astor Piazolla: nie zuvor hatte man so bewegende und melancholische und zugleich auch aggressive und lebendige Musik gehört. Als eines der berühmtesten Stücke von Piazzolla zeigt Libertango besonders deutlich, wie wichtig dem Komponisten gerade diese musikalische Form war, in der Rhythmus und Farben eine bedeutende Rolle spielen. In diesem Sinne bearbeitete Michael Strauss den Tango für das Preisträgerkonzerts der Österreichischen Nationalbank, 2015 uraufgeführt im MuTh Wien.